Europäische Frauenunion


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Geschichte

Es war sicher nicht selbstverständlich, dass im September 1953 die Frauen der ÖVP, unter
ihrer Bundesleiterin Lola Solar, zur „ersten internationalen Tagung christlicher demokratischer Frauen“ nach Salzburg, Österreich einluden. Ziel der Tagung war eine engere Fühlungnahme von im politischen Leben tätigen christlich demokratischen Frauen aller demokratischen Staaten Europas. Sie wollten unter Gleichgesinnten und dem gleichen Ziel
zustrebenden Frauen beraten.

In der Konferenz hörten sie folgende Vorträge:

„Mutter-Kind-Beziehung in der Gegenwart“, Dr. Sylvia Klimpfinger, Universität Wien
„Familie als Trägerin des Staates“, Germaine Touquet, Vors. der Frauen d. M.R.P., Paris
„Gleichberechtigung und öffentliches Leben – Persönlichkeitsentwicklung“, Dr.Elsa Conci, MP, Rom
„Das gesunde aber gefährdete Kind“, Dr. Verena Borsinger, Strafrichterin, Basel
„Soziale Stellung der berufstätigen Frau“, Dr. Helene Weber, MP Bonn
„Politische Gesamtschau“, Lola Solar, MP Wien

Sie bekundeten ihren übereinstimmenden Willen zum engeren Zusammenschluss in der folgenden Erklärung:

„ Im Hinblick auf die Notwendigkeit intensiver Zusammenarbeit und gegenseitiger Verständigung in allen wichtigen, den Bestand der Familie, die soziale Sicherung und wirtschaftliche Förderung der berufstätigen Frau betreffenden Fragen, und zur Einflussnahme auf die diesbezügliche Gesetzgebung der einzelnen Länder beschließen, die bei der Tagung christlich-demokratischer Frauen in Salzburg versammelten Vertreterinnen europäischer Länder auch weiterhin diesen fruchtbringenden Gedankenaustausch zu pflegen und zu vertiefen. Sie beauftragen daher die österreichische Frauenbewegung – die Zustimmung der Organisation ihrer Länder vorausgesetzt -, die Vorarbeiten zu leisten zur Schaffung einer dauernden Zusammenarbeit in Form einer christlich-demokratischen Arbeitsgemeinschaft europäischer Frauen mit einem ständigen Generalsekretariat.

Die bei der ersten internationalen Tagung christlich-demokratischer Frauen in Salzburg versammelten Vertreterinnen europäischer Länder erkennen ihre hohe Verantwortung und Verpflichtung, im Geiste der Liebe und Verständigung durch unermüdliche, zielbewusste Arbeit alle ihre Kräfte einzusetzen, um den Familien und den Völkern Europas und der ganzen Welt den dauernden Frieden in Freiheit zu erringen.“

Nach weiteren vorbereitenden Tagungen im Jahr 1954, kam es schließlich in Den Haag auf

Einladung der damaligen Katholischen Volkspartei der Niederlande zu der ersten offiziellen Generalversammlung der Union der Frauen Europas.

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