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Programminformation

Das Datenbanksystem SiGS (Sicherheits- und Gesundheitsschutzsystem) dient zur EDV-Unterstützung des sicherheitstechnischen Dienstes sowie der mit der Durchführung der Arbeitsplatzevaluierung betrauten Personen.


  SiGS - die wichtigsten Eingabedaten im Überblick
  • Für Mitarbeiter bzw. Mitarbeitergruppen generiert es individuell zugeschnittene Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente, mittels derer Sie regelmäßig über die in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen zu beachtenden Risiken (Gefahren und Belastungen) sowie über Verhaltensmaßnahmen informiert werden können. (Schulungsunterlagen, Unterweisung)
  • Die Einhaltung von Sicherheitsstandards und die Erreichung von Schutzzielen in globalen Arbeitsbereichen bzw. an einzelnen Arbeitsplätzen werden erfasst und dokumentiert. (Evaluierung)
  • SiGS arbeitet mit SQL-Datenbanken, wodurch neben schnellen Zugriffszeiten bei großem Datenumfang auch eine zuverlässige Integrität und ein optimaler Schutz der Daten gewährleistet werden kann.
  • Mit dem arbeitsmedizinischen Softwaresystem CoPAMed besteht volle Kompatibilität zur gemeinsamen Nutzung sicherheitsrelevanter Informationen. Dadurch ist in CoPAMed eine Überprüfung möglich, ob Mitarbeiter Gefahren oder Belastungen ausgesetzt sind, die für sie nicht zulässig sind (z.B. Gravide und Strahlenbelastung)

SiGS Menü

Mittels SiGS können folgende Daten verwaltet und dokumentiert werden:
  • Mitarbeiterstammdaten des Betriebes (durch automatischen Datenimport von bestehenden Personalsystemen unterschiedlichster Plattformen.)
  • Arbeitsbereiche und Geräte in einer Baumstruktur (Arbeitsplatzhierarchie, Datenimport möglich)
  • ein Katalog von Risiken mit Verhaltensmaßnahmen sowie die zugehörigen Sicherheitsvorgaben
  • Alle Objekte lassen sich in jeweils selbstdefinierbare Gruppen unterteilen (z.B. Mitarbeitergruppen, Arbeitsplatzgruppen, Gefahrenklassen) und spezifisch miteinander verknüpfen.
  • die Zuordnung Risiko-Arbeitsbereich unter Verwendung eines hierarchischen Vererbungsprinzips
  • die Zuordnung Mitarbeiter-Arbeitsbereich. (Kann u.U. über Kostenstellen automatisiert werden.)
  • die sich aus der Kombination von Arbeitsbereichen mit den Risiken und deren Schutzzielen ergebenden Checklisten zur Dokumentation erreichter und noch zu erreichender Sicherheitsstandards.
  • Mängel und offene Maßnahmen in Übersichtsdarstellung
Arbeitsbereiche

Die Arbeitsplätze des Betriebes können auf verschiedenen Ebenen abgebildet werden. An oberster Stelle steht der Betrieb selbst, welchem einzelne Unterbereiche (Standorte, Gebäude, Hallen etc.) zugeordnet werden, die selbst eine Reihe von Unterbereichen (Stationen, Labors, Zimmer etc.) beinhalten können. Daraus ergibt sich eine in ihrer Breite und Tiefe beliebig gestaltbare hierarchische Baumstruktur die sich von den allgemeinen Arbeitsbereichen bis hin zu konkreten Arbeitsplätzen und/oder -geräten aufgliedert.
Die Bereichshierarchie wird vom Evaluierenden einmal festgelegt und in das System eingegeben und muss nicht unbedingt den tatsächlichen geographischen Anordnungen entsprechen. Sie kann auch durch andere Kriterien (thematische, kostenstellen- und schwerpunktbezogene Ordnung) erweitert werden. Darunter fallen auch eigens definierbare "virtuelle" Arbeitsbereiche für Mitarbeiter(gruppen), die nur schwer einzelnen Bereichen zuzuordnen sind (z.B. technischer Dienst, Raumpflegepersonal....).
Eine einmal erfasste Hierarchie kann nachträglich - inklusive aller Gefahrenzuordnungen - leicht umgeordnet oder in andere Bereiche kopiert werden. Dadurch wird es unter anderem auch möglich, sogenannte "Prototypen" anzulegen, das sind in der Hierarchie mehrfach wiederkehrende Arbeitsbereiche oder Geräte (u.U. mit Unterbereichen), die einmalig aufgebaut und mit Risikozuordnungen ausgestattet werden und dann durch einfaches Kopieren auf beliebig viele Bereiche verteilt werden können.

Mitarbeiter

Mittels SiGS kann die Evaluierung entweder bereichsorientiert oder mitarbeiterorientiert ablaufen. Im zweiten Fall müssen zusätzlich zur Eingabe der Arbeitsbereiche noch die Mitarbeiterdaten erfasst werden. Je nach Größe des Betriebes kann es daher notwendig sein, Mitarbeiterinformationen aus bereits bestehenden Personalverwaltungssystemen regelmäßig in das System zu importieren. Dabei sollte sich aus den Daten ein (direkter oder indirekter) Zusammenhang zwischen Mitarbeitern und deren Arbeitsbereichen ableiten lassen, welcher z.B. über die Zuordnung Mitarbeiter - Kostenstelle - Arbeitsbereich gegeben sein kann. Es wird damit für SiGS möglich, bei jeder Aktualisierung der Daten sowohl auf Änderungen im Personalstamm wie auch auf Arbeitsplatzwechsel automatisch zu reagieren. Die dafür notwendigen Importroutinen werden in Absprache mit der jeweiligen Haus-EDV speziell adaptiert und sind im Programmumfang enthalten. Weiters ist es möglich, Mitarbeiter in selbst definierte Mitarbeitergruppen zusammenzufassen. Damit kann die Zuordnung von Mitarbeiter und Arbeitsbereich über Kostenstellen, Gruppen oder direkt erfolgen.

Risiken / Sicherheits- und Gesundheitshinweise

 

Zur den Kerninformation innerhalb von SiGS gehörten die Beschreibungen von Risiken (Gefahren und Belastungen) mit den zugehörigen Verhaltenshinweisen und Schutzzielangaben. Diese Risiken können einzelnen Arbeitsbereichen auf beliebiger Hierarchieebene zugeordnet werden. SiGS enthält bereits eine Reihe vorinstallierter Hinweise, welche vom Benutzer an die jeweiligen Verhältnisse angepasst und ergänzt werden können.

 

Die Angaben über ein Risiko umfassen folgende Parameter:

·  eindeutige Kurzbezeichnung (z.B. "Strahlenbelastung")

·  Beschreibung der Gefahr/Belastung in Stichworten

·  Beschreibung der zu treffenden Präventivmaßnahmen

·  Beschreibung von Maßnahmen im Schadensfall

·  eventuelle Angabe weiterführender Dokumente (Merkblätter in Hardcopy oder als Datei)

·  Gefahrengruppen

·  Ausschlussbedingungen für bestimmte Mitarbeitergruppen (z.B. "gravid")

·  Grundparameter für die Risikobewertung (Schadensart, Expositionszeit, Eintrittswahrscheinlichkeit)

·  eine Liste von Schutzzielen mit selbstdefinierbaren Erfassungsparametern als Grundlage für die Durchführung von    

   Arbeitsplatzevaluierungen

 

Evaluierung

Arbeitsplatzevaluierungen können wie folgt durchgeführt werden: Pro Begehungstermin wird für jeden Arbeitsbereich, bzw. Gerät, eine Liste der evaluierbaren Parameter angezeigt. Diese Liste ergibt sich aus den für diesen Bereich zugeordneten (bzw. von oben vererbten) Risiken zusammen mit deren Schutzzielvorgaben. D.h., dass für jede im Arbeitsbereich geltende Gefahr bzw. Belastung überprüft werden kann, inwieweit die Vorgaben erfüllt sind.

Der Evaluierende kann an dieser Stelle Eintragungen über Erfassungsparameter und noch offene Maßnahmen, Erfüllungstermine, Zuständigkeit, Priorität, Kosten und Einschätzung der Erreichbarkeit des Schutzziels vornehmen. Weiters verfügt jeder Parameter über eine sogenannte Erfassungsbereichsangabe, das ist jener Arbeitsbereich, in dem die Erfüllung des Schutzzieles zu ermitteln ist. Dadurch wird es auf jeder Ebene möglich zu unterscheiden, ob ein bestimmter Parameter auf dieser Ebene einmalig zu erfassen ist und sich nach unten hin vererbt, oder ob der Parameter für die Unterbereiche gesondert ermittelt werden muss. Die erfassten Daten können dann als Grundlage für eine tabellarische bzw. statistische Auswertung über Schutzziele am Arbeitsplatz herangezogen werden.



Zusatzmodule

Zusatzmodul Aufgabenverwaltung
Ermöglicht die Verwaltung aller wiederkehrenden Überprüfungen. Es werden Aufgabenlisten aus dem Arbeitsbereich sowie globale Aufgabenlisten generiert.

Zusatzmodul Vexat
Mit dieser Erweiterung verwalten Sie alle relevanten Daten zur VEXAT in Ihrem SiGS-Programm und erstellen mühelos EX-Schutz-Dokumente.

Dieses Zusatzmodul beinhaltet:

  • das Zusatzmodul Aufgabenverwaltung und
  • das Zusatzmodul Textformatierung und Scannen

Zusatzmodul Unfälle bearbeiten
Ermöglicht die Verwaltung, Erfassung, Nachbearbeitung von Unfallmeldungen (AUVA, BVA), kleinen Arbeitsunfällen und Beinaheunfällen auf allen SiGS-Clients.

Zusatzmodul Excel Unfallstatistik
Statistische Auswertung für Personaldaten (z.B. Mitarbeiter pro Abteilung) und Unfälle z.B. Unfallursache pro Unfallstelle) Dabei wird die Anzahl der Leistungen, Unfallursachen, Verletzungsarten, etc. pro Betrieb, Abteilung, Monat, etc. berechnet und ein Excel-Dokument mit den entsprechenden Ergebnissen, den Summen und der und der Gesamtsumme generiert.
Voraussetzungen: Installiertes Microsoft Office Paket

Zusatzmodul Textformatieren & Scannen
Mit dieser Erweiterung können Sie direkt aus dem Programm beliebige Photos, Dokumente, usw. einscannen, sowie den Text der Bereichsbeschreibung formatieren, wie in Microsoft Word. (Schriftart, Farbe, Größe, Fett, usw.)